Me, Myself & Panikattacken + Emetophobie

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27 Jan 2018 20:50 #1 von xyz
xyz erstellte das Thema Me, Myself & Panikattacken + Emetophobie
Hallo alle zusammen,

ich bin neu in diesem Forum. Es wurde mir von einem User aus einem anderen Forum empfohlen, in dem ich mein Problem ebenfalls beschrieben habe.

Erstmal zu mir: Ich bin 20 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbilung (bin im 2. Lehrjahr). Seit ca. 8 Monaten leide ich an Panikattacken. Es begann alles an einem schönen, warmen Tag im Sommer. Weil ich extreme Kopfschmerzen hatte und mir von einem Neurologen Tabletten gegen Migräne verschrieben wurden und diese gerade im Anmarsch war, habe ich eine von diesen Tabletten genommen. Als ich bin der Arbeit nachhause ging wurde mir in der Bahn auf einmal extrem schlecht und ich dachte, es wäre jeden Moment so weit, bin also ausgestiegen und habe mich erstmal an die frische Luft gestellt... Es hat dann auch wieder aufgehört. Bei dem Versuch wieder in eine Bahn einzusteigen, wurde mir jedoch wieder schlecht und es hat eine Weile gedauert, bis ich mich überwinden und in eine Bahn einsteigen konnte, aber es war dann vorerst alles okay.
Am nächsten Tag bin ich ganz normal zur Arbeit gefahren, aber auf der Arbeit wurde mir auf einmal schlecht. Mir lief ein Schauer über den ganzen Körper, mir war heiß uns kalt zu gleich und ich zitterte und mein Herz schlug als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. Ich ging raus und war komplett verzweifelt. Meine Ausbilderin rief mir letztendlich einen Krankenwagen. Im Krankenhaus wurde jedoch nicht viel festgestellt, außer dass ich einige Extraherzschläge habe, die untersucht werden sollten.
Es ging mir dann 2 Wochen ununterbrochen schlecht und dort hat sich die Emetophobie entwickelt. Ich habe so gut wie nichts gegessen, weil mir ständig schlecht war und ich nach dem Motto gelebt habe, was nicht drin ist, kann auch nicht raus. Ich hing auch mehrfach schon über der Toilette, aber es passierte nichts, egal wie schlecht mir war.
Dank pflanzlichen Beruhigungsmitteln (Sedaristion), Tabletten gegen Übelkeit (Vormex) und welchen gegen Bauchkrämpfe (Buscopan) und einer Psychotherapie konnte ich meinen Alltag Stück für Stück wieder halbwegs bewältigen. Die Tabletten habe ich dann sogar angefangen wegzulassen, weil ich es ohne schaffen wollte und es ging mir eine Zeit lang besser. Ich bin von zuhause ausgezogen und alles hat sich normalisiert... Aber seit ungefähr 6 Wochen geht es wieder Berg ab... Mir ist nach jeder Mahlzeit schlecht und das geht mittlerweile so weit, dass ich Angst vor dem Essen habe. Ich habe in den letzten Wochen 7 Kilo abgenommen und Angst davor, am Ende so etwas wie eine Essstörung zu entwickeln. Ich habe so etwas alles schon einmal mit angesehen und möchte definitiv nicht so enden. Ich denke mir auch oft, dass ich mich vielleicht einfach einmal übergeben sollte, damit diese Angst endlich verschwindet, aber eine Freundin von mir, die mit den selben Problemen zu kämpfen hat, hat mir berichtet, dass das bei ihr nicht der Fall war, nachdem sie sich vor einigen Wochen tatsächlich übergeben musste... Ich weiß langsam nicht mehr, was ich tun soll. Das alles schränkt mich in meinem Leben so weit ein, dass ich das was ich gerade führe, nicht einmal mehr als Leben bezeichnen würde. Auf der Arbeit falle ich ständig aus und stoße mittlerweile nur noch auf nicht vorhandenes Verständnis und dumme Kommentare, die man sich auch klemmen kann. Ich bin nur noch genervt und frustriert von mir selber. Ich sehe mich selbst nicht mehr als einen normalen Menschen, sondern eher als absolut gestört.

Ich hoffe, dass ich hier vielleicht jemanden finde, dem es so ähnlich geht wie mir und mit dem ich mich austauschen kann, das würde mir wirklich sehr helfen. :)

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09 Feb 2018 09:40 #2 von diepuschy
diepuschy antwortete auf das Thema: Me, Myself & Panikattacken + Emetophobie
Halli Hallo.
Bei dir scheint es schon sehr krass zu sein, allerdings kann ich deine Situation etwas nachvollziehen. Im August letzten Jahres hatte ich eine Gastritis, aufgrund welcher mir ständig schlecht war. Zuletzt allerdings konnte ich gar nicht mehr genau sagen, ob mir wirklich schlecht war, oder ob das nur noch psychosomatisch war, weil ich solche Angst davor hatte.
Mir ging es nach ca. 2 Wochen besser und alles hat sich etwas normalisiert. Trotzdem ist das Thema Übelkeit allgegenwärtig, täglich. Ich schaffe es aber in der Regel mich zu beruhigen, indem ich mir sage, dass es gerade keinen Grund gibt zu denken, dass ich tatsächlich dieses Mal einen Virus habe. Zumal ich weiß, dass dieser sich bei mir eigentlich anders ankündigt.
Ich saß in der Zeit auch so manches Mal beim Arzt im Wartezimmer und dachte, ich muss gleich spucken oder kippe gleich um. Hinzu kam, dass ich, wie du auch, in der Zeit kaum was gegessen habe und somit tatsächlich Kreislaufbeschwerden und Schwindel hinzu kamen, welches meine Übelkeit ja noch verstärkten.
Ich kann dir nur den Tipp geben, wieder mehr zu essen, vielleicht geht es dir dann besser.
Über diese Zeit haben mir auch leichte AD geholfen, welche ich aber aufgrund ständiger Müdigkeit nach einigen Wochen wieder abgesetzt habe. Somit wird der Erfolg da eher auch psychischer Natur gewesen sein.
Dir alles Gute.

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